Haushalt beschliesst Verbesserungen
Der Würzburger Stadtrat hat in den Haushaltsberatungen zusätzliche Verbesserungen für behinderte Menschen beschlossen. So wurde eine abgespeckte Variante für einen Rathausaufzug beschlossen (600.000 Euro), durch die das Rathaus weitgehend barrierefrei zugänglich wird. Im Jahr zuvor war ein von mir beantragter zentraler Rathausaufzug noch abgelehnt worden. Außerdem wurden zusätzliche 200.000 Euro für barrierefreie Bushaltestellen eingestellt.
Die für 1,3 Millionen Euro, zugegeben teuere Aufzugvariante, hätte beide Rathausflügel und die beiden Tiefgaragenebenen erschlossen. Der jetzt beschlossene Aufzug erreicht nur einen Flügel, die Tiefgarage gar nicht. Um die Rathausflügel zu wechseln, muss man im Erdgeschoss umsteigen. Der bestehende Aufzug soll ertüchtigt werden. Man kann nur hoffen, dass dieser noch lange instand gehalten werden kann, denn falls dort eine größere Investition nötig werden würde, müsste man sich fragen, ob die kurzfristige Einsparung beim neuen Aufzug am Ende nichts spart und zudem eine Lösung gefunden wurde, die insgesamt wegen des komplizierten Umsteigens deutlich weniger leistet. Dennoch meine ich, dass dieser Beschluss ein Erfolg ist, denn politisch war nicht mehr durchsetzbar und wahrscheinlich wäre sonst auf Jahre hinaus weiterhin nichts passiert.
Auf Antrag der Grünen Fraktion wurde der Etat für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen auf insgesamt 275.000 Euro aufgestockt. Damit können, wie Silke Trost bei der Antragsbegründung feststellte, 20 Haltestellen mehr saniert werden. Der Kämmerer Christian Schuchhardt befürwortete den Antrag und so wurde er ohne weitere Diskussion angenommen. Viel zu tun bleibt in diesem Bereich die nächsten Jahre dennoch, denn von den über 500 Bushaltestellen Würzburgs sind erst 25 Prozent barierefrei ausgebaut. Das Ausbautempo hat aber letzte Zeit deutlich zugenommen.
Verfasst: 11. November 2010 unter Anträge, Barrierefreiheit, Stadtrat Würzburg.
Kommentare: keine

Kommentar schreiben