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	<title>Blog Michael Gerr</title>
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	<description>Politik und Leben</description>
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		<title>Schauen Sie auf meine Homepage michael-gerr.de</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 12:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gerr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Blog migerr.de nutze ich nur noch sporadisch und erhalte ihn vorerst als Archiv.
In der Hauptsache finden Sie aktuelle Informationen zu meinen Aktivitäten für B90/DIE GRÜNEN auf meiner Homepage www.michael-gerr.de.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2013/03/12-1107-von-8a-200.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-598" style="margin: 10px;" title="Michael Gerr" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2013/03/12-1107-von-8a-200.jpg" alt="Michael Gerr" width="200" height="164" /></a>Den Blog migerr.de nutze ich nur noch sporadisch und erhalte ihn vorerst als Archiv.</p>
<p>In der Hauptsache finden Sie aktuelle Informationen zu meinen Aktivitäten für B90/DIE GRÜNEN auf meiner Homepage <a title="www.michael-gerr.de" href="http://www.michael-gerr.de/" target="_self"><strong>www.michael-gerr.de</strong></a>.</p>
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		<title>Lebenshilfe zum 50. &#8211; bitte wirksam umdenken!</title>
		<link>http://www.migerr.de/2012/05/lebenshilfe-zum-50-bitte-wirksam-umdenken/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 22:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gerr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behindertenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2012/05/Foto-1.JPG"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-585" title="Foto-1" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2012/05/Foto-1-150x150.jpg" alt="Foto-1" width="150" height="150" /></a>Die bayerische Lebenshilfe feiert zusammen mit ihrer Vorsitzenden und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) 50. Geburtstag in Würzburg. Grund genug für WüSL darauf aufmerksam zu machen, dass die Lebenshilfe in Bayern und Unterfranken zwar viel von Inklusion redet, aber weiterhin neue Einrichtungen bauen will. Das passt nicht zusammen. An der Mahnwache nahm ich teil, ebenfalls beim Beginn der Feierlichkeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2012/05/Foto-1.JPG"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-585" title="WüSL Transparent &quot;Keine Steuergelder für Neue Heime&quot;" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2012/05/Foto-1-150x150.jpg" alt="Foto-1" width="150" height="150" /></a>Die bayerische Lebenshilfe feiert zusammen mit ihrer Vorsitzenden und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) 50. Geburtstag in Würzburg. Grund genug für WüSL darauf aufmerksam zu machen, dass die Lebenshilfe in Bayern und Unterfranken zwar viel von Inklusion redet, aber weiterhin neue Einrichtungen bauen will. Das passt nicht zusammen. An der Mahnwache nahm ich teil, ebenfalls beim Beginn der Feierlichkeiten.<span id="more-584"></span></p>
<p>WüSL teilte bei der offiziellen Feier in Würzburg, zu der viele Honoratioren eingeladen sind, das folgende Flugblatt aus.</p>
<p><strong>Keine neuen<br />
Einrichtungen<br />
aus Steuermitteln!</strong></p>
<p><strong>Stattdessen: Rechte, echte Teilhabe und Selbstbestimmung, Wahlmöglichkeiten<br />
wie sie in der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert sind.</strong></p>
<p>Herzlichen Glückwunsch zum 50.!<br />
Viel ist die Rede von INKLUSION auch bei der Lebenshilfe. Doch statt Beendigung und Reform von Sondersystemen baut die Lebenshilfe die SEPARATION in Bayern und Unterfranken weiter aus.</p>
<p>Frau Stamm, wir fordern Sie auf:</p>
<ul> <strong>Missbrauchen Sie den Begriff Inklusion nicht länger. </strong></ul>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul> Schaffen Sie Alternativen zu den aussondernden Einrichtungen, zu den Sonderschulen, Werkstätten und Heimen.</ul>
<ul> Bauen Sie keine weiteren separierenden Einrichtungen, verpflichten Sie sich zu einem Ausbaustopp.</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ausstellung im Atelier Zwieblick</title>
		<link>http://www.migerr.de/2012/03/ausstellung-im-atelier-zwieblick/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 23:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gerr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Galerie Zwieblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Eingangsraum von WüSL eröffnet neu das Atelier Zwieblick mit einer Ausstellung mit Bildern von Margarete Bötsch und Michael Gerr. Die beiden sind es auch, die den Raum gemeinsam als Atelier nutzen. Für die Ausstellung, die vom 6.4. bis 14.4., jeweils 14 bis 18 Uhr geöffnet ist, wird das gesamte WüSL-Büro als Ausstellungsfläche umgestaltet.
Bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-576" title="Flyer Variationen" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2012/03/Flyer-Variationen-2-150x150.jpg" alt="Flyer Variationen" width="150" height="150" />Im Eingangsraum von WüSL eröffnet neu das Atelier Zwieblick mit einer Ausstellung mit Bildern von Margarete Bötsch und Michael Gerr. Die beiden sind es auch, die den Raum gemeinsam als Atelier nutzen. Für die Ausstellung, die vom 6.4. bis 14.4., jeweils 14 bis 18 Uhr geöffnet ist, wird das gesamte WüSL-Büro als Ausstellungsfläche umgestaltet.</p>
<p>Bei der Vernissage, am Donnerstag, den 5. April 2012, 18 Uhr, wird bei musikalischen Einlagen von Manfred Kammer (Gitarre) und Barbara Windbergs (Gesang) die Ausstellung eröffnet. Die Finissage am Sonntag, den 15. April, ab 11 Uhr,  wird als Brunch gefeiert. Hier wird Märchenerzähler Raphael auftreten.</p>
<p>Interessierte sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Ort: Zeller Str. 3c, 97082 Würzburg, Am Spitäle (Innenhof).</p>
<p><a href="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2012/03/Flyer-Variationen.pdf">Flyer &#8220;Variationen&#8221; als pdf</a></p>
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		<title>BDK Kiel. Antwort: GRÜN.</title>
		<link>http://www.migerr.de/2011/11/bdk-kiel-antwort-grun/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:24:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gerr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Wochenende bin ich in Kiel auf der BDK, dem Parteitag der Grünen, und werde zwischendurch bloggen. Claudia Roth sagte eben &#8220;Diese Regierung muss weg, weg, weg&#8230;&#8221;. Claudia Roth schwört Grüne auf Wechsel ein, zunächst weiter in den Ländern Schleswig-Holstein; Niedersachsen, Bayern, Hessen und dann im Bund.
Am Freitag abend gibt es zunächst 13 Workshops. Themen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-535" title="BDK Kiel 2011 - Parteitag Grüne" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0308-300x224.jpg" alt="BDK Kiel 2011 - Parteitag Grüne" width="300" height="224" />Dieses Wochenende bin ich in Kiel auf der BDK, dem Parteitag der Grünen, und werde zwischendurch bloggen. Claudia Roth sagte eben &#8220;Diese Regierung muss weg, weg, weg&#8230;&#8221;. Claudia Roth schwört Grüne auf Wechsel ein, zunächst weiter in den Ländern Schleswig-Holstein; Niedersachsen, Bayern, Hessen und dann im Bund.</p>
<p>Am Freitag abend gibt es zunächst 13 Workshops. Themen sind innerparteiliche Demokratie, Pro und Kontra NPD-Verbot, Inklusives Wahlrecht, Bürgerbeteiligung bei Großprojekten u.v.m..</p>
<p><span id="more-532"></span>Steffi Lemke nennt das eine andere Debattenkultur mit mehr Beteiligung und mehr Lebendigkeit. Ich bin im Workshop &#8220;Inklusives Wahlrecht&#8221;. Nach intensiven Diskussionen der ca. 30 Grünen wotiert etwa die Hälfte für die Abschaffung des Mindestwahlalters, eine klare Mehrheit ist für Wahlrecht für alle Menschen, die in Deutschland leben.</p>
<p>Nach 21 Uhr beginnt die Europadebatte mit Cem Özdemir, danach Ska Keller, MdEP. Europa müsse auch bei den Themen vor Ort mitgedacht werden. Im Leitantrag des Bundesvorstands wird mehr Europa gefordert.</p>
<p>Nun Gastredner Giorgos Andrea Papandreou: &#8220;Griechenland war nicht ein armes Land, aber ein schlecht gemanagtes Land&#8221;. Dafür erhält er braven Applaus, doch irgendwie war er daran doch beteiligt? Er fordert mehr Zeit für Griechenland für Reformen. Neben Disziplin in Griechenland erwartet er eine Wachstumspolitik von Europa. Papandreou beklagt die fehlende Transparenz und Macht der Finanzmärkte, die größer sei als die der Parlamente. Die Rede ist in Englisch gehalten: &#8220;We need a more democratic Europe&#8221;, so der ehemalige griechische Staatschef. Papandreou hält in Kiel gute, teils fordernde teils nachdenkliche Rede&#8230; und doch ist er zuhause gescheitert. Macht und Würde für die Bürger fordert er mehrfach&#8230; in Griechenland scheinen sie bis auf die Reichen machtlos. Schließlich warnt er vor einer Zersplitterung Europas, man könne nur vorwärts gehen, demokratischer, grüner&#8230; Er schließt mit der Aussicht rot-grüner Mehrheiten. Das zieht: standing ovations und Blumen von Claudia Roth.</p>
<p>Bis gut 23 Uhr tagte die BDK am Freitag, das gleiche sieht die Tagesordnung für Samstag vor. Fleißige Bienchen am Werk.<br />
Am Vormittag des zweiten Tags werden verschiedene Anträge und Satzungveränderungen abgearbeitet. Kurz gesagt geht es dabei um verbesserte Arbeitsgrundlagen, aber auch um mehr und lebendigere Basisdemokratie.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-556" title="Winnie Kretschmann vor Bundesdelegierten der BDK" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0342-300x224.jpg" alt="Winnie Kretschmann vor Bundesdelegierten der BDK" width="300" height="224" />Winnie Kretschmann hat sehr guten Auftritt mit klaren Worten. Nachhaltigkeit sei das Thema des 21. Jahrhunderts und es sei das Thema, das die Grünen haben.</p>
<p>Während der Tag seinen Lauf nimmt &#8211; Diskusionen über die ökologische Tranformation der Wirtschaftspolitik, Grüne Finanzpolitik &#8211; bereite ich einen Redebeitrag zum Thema &#8220;inklusive Gesellschaft&#8221; vor. Das wäre ein geloster Redebeitrag, die Boxen, in die man sich für die Losung einwerfen muss, werden offensichtlich gut genutzt. Also mal sehen, ob ich Losglück habe.</p>
<p>Übrigens wird die ganze BDK, sozusagen inklusiv, in Gebärdensprache gedolmetscht siehe Kobinet-Artikel: <a title="Kobinet Artikel: Erstmals Gebärdensprachdolmetscher auf Bundesparteitag der Grünen" href="http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,28149/ticket,g_a_s_t"><strong>Erstmals Gebärdensprachdolmetscher auf Bundesparteitag der Grünen</strong></a>.</p>
<p>Und ich hatte Losglück und die letzte nicht gesetzte Rede. Eine Mischung aus freier und vorbereiteter Rede. Am Ende werden beide Leitanträge zur Inklusion mit deutlichen Mehrheiten beschlossen.</p>
<p>Am Sonntag Vormittag geht es um mehrere Anträge zum Thema &#8220;Mehr Demokratie&#8221;. Antrag der Grünen Jugend zur Abschaffung des Wahlalters, jedes Jahr wieder gestellt, wird abgelehnt, stattdessen fordert der Parteitag einen ersten Schritt: Wahlrecht ab 16. Volker Beck weist darauf hin, dass als nächstes ein Wahlrecht auch für unter Betreuung stehenden Menschen und psychisch Kranken dfurchgesetzt werden muss.</p>
<p>Es stehen noch Diskussionen über Rechtsextremismus (NPD-Verbot) und Netzpolitik an. Ströbele spricht sich gegen NPD-Verbot aus, es löse nichts, die eigentlichen Ursachen müssten angegangen werden. Bei der Netzpolitik sind strittig Fragen des Urheberrechts. Wer sich für dies Fragen genauer interessiert sei auf die Grüne Seite verwiesen, wo die Anträge und sicher auch demnächst die Beschlüsse dokumentiert werden:  <a title="BDK Kiel 2011, Anträge" href="http://www.gruene-partei.de/cms/default/rubrik/19/19663.antraege.htm"><strong>BDK Kiel 2011, Anträge</strong></a></p>
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		<title>Zweitägige Haushaltsberatungen 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 17:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gerr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtrat Würzburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass sich der Stadtrat nicht intensiv mit der Aufstellung seines  Haushalts beschäftigt, kann man nicht behaupten, denn dafür sind zwei  volle Tage vorgesehen. Allein die Haushaltsreden, Hauptpunkt des vormittags am ersten Tag, dauern fast bis zu Mittagspause. Auch weil seit kurzem ein  Internetanschluss an jedem Platz eingerichtet ist, twitterte ich dieses  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-275" title="Rathaus Würzburg Grafeneckart" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2009/06/crw_2770-400.jpg" alt="Rathaus Würzburg Grafeneckart" width="126" height="189" />Dass sich der Stadtrat nicht intensiv mit der Aufstellung seines  Haushalts beschäftigt, kann man nicht behaupten, denn dafür sind zwei  volle Tage vorgesehen. Allein die Haushaltsreden, Hauptpunkt des vormittags am ersten Tag, dauern fast bis zu Mittagspause. Auch weil seit kurzem ein  Internetanschluss an jedem Platz eingerichtet ist, twitterte ich dieses  mal aus dem Stadtrat, zu lesen und zu kommentieren auch auf Facebook. Und bloggte nebenbei fortlaufend in diesem Beitrag.</p>
<p>Am Ende der Sitzung gab es Kritik, weil ich zwei Fotos aus dem Ratssaal auf Facebook veröffentlicht hatte. Das Thema soll beim Ältestenrat, der in der Regel direkt vor Stadtratssitzungen tagt, besprochen werden. Auf Facebook hatte ich die betreffenden Fotos noch am Ende der Sitzung gelöscht. Dies tue ich nun  auch hier, zumindest bis der Ältestenrat getagt hat.</p>
<p><span id="more-486"></span></p>
<p><strong>1. Tag</strong></p>
<p><strong>Thema Inklusion</strong></p>
<p>Insgesamt verläuft die Debatte am ersten Tag vergleichsweise  sachlich.  Aufgrund eines SPD-Antrags für eine Haushaltserhöhung um  500.000 Euro  für Inklusion in Schulen, gibt es erstmals im Stadtrat eine  Diskussion  zum Thema Inklusion. So stellt also SPD-Fraktionsvorsitzender Löw den Antrag vor, der das  Ziel hat, dass zunächst jede Schulart barrierefrei nutzbar wird. Dies  ist in Würzburg fast schon erreicht, nur eine Realschule, die auch  barrierefrei ist, gibt es bisher nur für Mädchen. Bei der  Wolfskeel-Realschule, die in diesem Jahr energetisch saniert wurde, gibt  es jedoch bereits Pläne und Vorbereitungen für einen barrierefreien  Aufzug.</p>
<p>Matthias Pilz, Grünen-Fraktionsvorsitzender, macht darauf aufmerksam,  dass Inklusion mehr ist als nur eine Schule pro Schulart inklusiv zu  gestalten. Letztlich bedeute es, dass jedes Kind die Möglichkeit haben  soll in die Grundschule in der Nachbarschaft zu gehen. Das veranlasst  Thomas Schmitt, CSU, dazu Inklusion grundsätzlich in Frage zu stellen.  Nicht alle schwerer behinderte Menschen könnten in die Regelschule  gehen. Auch Förderschulen seinen ein Ort von Inklusion. Was wiederum  mich auf den Plan ruft zu verkünden, dass die  Behindertenrechtskonvention Rechte zur Folge hat; auch das BayEUG  (Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz) ermöglicht es Eltern ihr  Kind an jeder Schule anzumelden und Würzburg als kommunaler  Sachaufwandsträger muss alles tun, um zu ermöglichen, dass die nötige  Unterstützung an der Schule ermöglicht wird. Die Kosten, die dort  entstehen sind kaum planbar, weshalb ich betone, dass mir als ersten  Schritt die Finanzierung des Aufzugs für die Realschule wichtig ist.</p>
<p>Der Kämmerer Christian Schuchhardt schlägt diesbezüglich vor 100.000  Euro für 2012 in den Haushalt einzustellen (Gesamtkosten ca. 230.000  Euro). Schuchhardt nennt Inklusion eine konzeptionelle Aufgabe &#8211; wohl so  zu verstehen, dass sie sich erst in Zukunft realisiert und erst später  im Haushalt aufschlägt.</p>
<p>Insgesamt werden 850.000 Euro Mehrausgaben für Schulen im Vermögenshaushalt  (Investitionen) beschlossen, 200.000 im Verwaltungshaushalt (laufende  Kosten).</p>
<p>Kurz nach 20 Uhr vertagt sich der Stadtrat!</p>
<p><strong>2. Tag</strong></p>
<p>Mein persönlicher morgendlicher Start auf Twitter: &#8220;Ich weiß sehr wohl, dass ich  ein Schwätzer bin, aber wenn die Vernunft es gebietet, kann ich mich  sehr wohl bemeistern.&#8221; <a title="#ThMJusB" rel="nofollow" href="https://twitter.com/#%21/search?q=%23ThMJusB">#<strong>ThMJusB</strong></a> &#8211; Wenn das mal nicht zum Stadtrat passt!</p>
<p>Matthias Pilz schlägt Pool für Innenstadtverschönerungen vor. Anlass ist ein SPD-Antrag zur Verschönerung des Mainviertels (200.000) Euro. Einigkeit über die Einrichtung eines &#8220;Beauty Pools&#8221; (Kämmerer) in Höhe von 200.000 Euro für 2012, in den Folgejahren 250.000 Euro.</p>
<p>Der Bereich Eichhornstraße/Spiegestraße soll verkehrsberuhigt werden. Zunächst sollen Planungsmittel für Gestaltungsvarianten in Höhe von 150.000 Euro bereitgestellt werden. Lange Diskussionen bis in die Details&#8230; und die Diskussion zieeeeht sich, es geht um den Eingang Tiefgarage, Parkplätze, Behindertenparkplätze, Fahradstellplätze&#8230; Das ist mal wieder typisch Stadtrat: Eigentlich ist klar, dass alle Details noch in Ausschüssen besprochen werden, hier geht es ausschließlich um Freigebung von Geldern, die alle wollen, doch bei der Gelegenheit muss eben wieder die ganze Würzburg-Welt erklärt werden&#8230; Egon Schrenk beantragt Vorlegung eines Verkehrskonzepts. Dieser Antrag wird vom Oberbürgermeister als unzulässig zurückgewiesen, weil er sich nicht auf den Haushaltsantrag bezieht. Nun wird über die Zulässigkeit und die Geschäftsordnung gestritten. Also ich fühle mich als Stadtrat hier manchmal schon wie im Kindergarten, aber sagen tu ich das mal lieber nicht hier. Am Ende werden 100.000 Euro einstimmig beschlossen für Planungsmittel. Viel Aufregung um nichts. Es ist 12:05 Uhr.</p>
<p>Und plötzlich geht es ganz flott: Der Grüne Antrag für Spielpunkte in der Innenstadt für 10.000 Euro für 2012 und ebenso in den Jahren 2013 bis 2015 wird zugestimmt.</p>
<p>Ausbau Fuß- und Radweg am Mainufer Alter Kranen bis zum Kulturspeicher/ Hafenbühne als Lückenschluss (100.000 Euro) wird mehrheitlich zugestimmt.</p>
<p>Die letzte halbe Stunde vor der Mittagspause geht es um den Bahnhofsvorplatz und den SPD-Antrag für die Ausrichtung eines Gestaltungswettbewerbs für 200.000 Euro. &#8211; Dringend nötig hier etwas zu tun, denn der Platz gehört mit zum Häßlichsen, wenn man vom Kiliansbrunnen absieht. &#8211; Dennoch hat die CSU Bedenken geäußert, deren Motivation ist mir nicht ganz klar. Wenn man etwas ändern will, kann es doch eigentlich nicht zu früh sein. Löw (SPD) sagt aber, dass es noch Eckpunkte braucht, die aber noch 2012 beschlossen werden könnten. Karin Miethaner-Vent: Technische Erfordernisse dürfen nicht von vorneherein Gestaltungen begrenzen, denn schon häufig zeigte es sich im nahhinein, dass es doch anders gegangen wäre. &#8211; OB schlägt vor erst mal Null zu setzen und evtl. in einem Nachtragshaushalt Geld einzusetzen, so wird es gemacht. 13:04 Uhr &#8211; Pause!</p>
<p>Ausbau barrierefreier Bushaltestellen wird weiter vorangetrieben: 100.000 Euro jeweils die nächsten Jahre (entspricht Minimum 10 Haltestellen). Laut Kämmerer werden bei laufenden Straßenbauprojekten zusätzliche Haltestellen mitgemacht.</p>
<p>Förderung Radverkehr: Vor allem Grünes Thema, aber auch die SPD will hier Schwerpunktsetzung. Als erstes soll Achse Sanderau/Stadtmitte/Frauenland realisiert werden (Magistrale 1). Auf der Grundlage von 300.000 Euro Radwegeetat geht es hier um 250.000 Euro mehr für die Magistrale 1. CSU äußert sich kritisch, FDP und WL scheinen unterstützen zu wollen. Mehrheit stimmt dem zu! Die mittelfristige Finanzplanung wird von 200.000 auf 300.000 jährlich aufgestockt. Alexander Kolbow (SPD) argumentiert für Fahrradabstellplätze, die wegen der Parkplatzablösung haushaltsneutral seien, doch das Gremium lehnt sowohl den Antrag der Grünen auf 100.000 Euro für 2012 ab als auch den der SPD auf 50.000 von 2012 bis 2015. Das war es zum Radverkehr, insgesamt Zufriedenheit bei der Grünen Fraktion, die befürchtete Blockade blieb aus, auch weil aus den kleinen Gruppierungen viele Stimmen kamen.</p>
<p>Haushalt 2012 ist einstimmig verabschiedet!</p>
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		<title>#ThMJusB &#8211; Substanzaufbau via Twitter?</title>
		<link>http://www.migerr.de/2011/10/thmjusb-substanzaufbau-via-twitter/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 21:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gerr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hypertext]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen sah ich in einer Talkrunde bei Beckmann den ersten Grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der dort zu seiner zuvor geäußerten Aussage, er lebe von der Substanz, befragt wurde. Er sagte, ich glaube zweimal, er habe bei seinem gefüllten Tageskalender nicht die Zeit noch Substanz aufzubauen, wie etwa durch die Lektüre Thomas Manns &#8220;Jakob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-479" title="Thomas Mann, Josef und seine Brüder" src="http://www.migerr.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_0228-224x300.jpg" alt="Thomas Mann, Josef und seine Brüder" width="224" height="300" />Vor einigen Wochen sah ich in einer Talkrunde bei Beckmann den ersten Grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der dort zu seiner zuvor geäußerten Aussage, er lebe von der Substanz, befragt wurde. Er sagte, ich glaube zweimal, er habe bei seinem gefüllten Tageskalender nicht die Zeit noch Substanz aufzubauen, wie etwa durch die Lektüre Thomas Manns &#8220;Jakob und seine Brüder&#8221;. Nun sehe ich selbst mich als jemand, der noch Substanz aufbaut und zudem gerne liest, also besorgte ich mir eine Gesamtausgabe von &#8220;Jakob und seine Brüder&#8221;, tatsächlich besteht das Werk, das als ein Hauptwerk Manns gilt, aus vier Büchern.</p>
<p>Als ich den ersten Satz las, kam mir sofort der Gedanke ihn zu twittern, was ich dann auch tags darauf tat. <span id="more-478"></span>Nachdem ich erste Seiten nebenbei gelesen hatte, war mir klar, das Buch braucht einen Ort. Der Ort ist ein doppelter: Mein Bett zunächst, gelesen wird es also in der Regel abends, und der zweite Ort ist das Internet, genauer Twitter und Facebook. Im &#8220;Vorspiel Höllenfahrt&#8221;, das aus 10 Kapiteln besteht, twitterte ich pro Kapitel in der Regel einen Satz. Das ist gar nicht so einfach, weil viele Sätze deutlich länger sind als die Maximalzahl bei Twitter  von 140 Zeichen erlaubt. Zum Teil twitterte ich also nur Teilsätze.</p>
<p>Das Vorspiel von ca. 40 Seiten habe ich nun fertig gelesen und der Gedanke ist natürlich den Rest des Buches nach dem gleichen Verfahren weiter zu twittern. Warum das Ganze? Nennen wir es einen experimentellen Substanzaufbau mit offenen interaktiven Elementen. Es ist mein altes Thema: Der Betrachter sieht, wenn er vor einem Bild steht, sein eigenes Bild, er konstituiert, neben vielen anderen das Werk selber auf individuelle Weise. So viel kann ich schon sagen, die Methode einen Satz auszuwählen, den ich dann twittere, erfordert meine erhöhte Aufmerksamkeit und führt dazu, dass ich verschiedene Stellen und Passagen mehrfach lese. Schließlich kann man mit der Suchfunktion auf Twitter alle Tweets mit #ThMJusB gereiht lesen und erhält somit einen fortlaufenden von mir gewählten Ausschnitt, einen Ausschnitt meiner jeweils gesetzten Bedeutsamkeit. Wenn dann jemand über Twitter oder Facebook (meine Tweets erscheinen automatisch auch auf Facebook) einen Kommentar schreibt, schreibt sich dieses zusätzlich ein. Man mag kritisch anmerken, reduziert das nicht das Werk Manns auf eine Methode?</p>
<p>Für mich wird die Lektüre dadurch reicher! Was andere damit machen, liegt an ihnen selber!</p>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8220;Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: center;">(Erster Satz aus: Thomas Mann, Jakob und seine Brüder.)</p>
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